Nazo

Afghan Luminous Sun

NAZO Professional Education Center for Afghan Women

Vor der Außenstelle des Ministeriums für Frauenfragen in der Provinz Kapiza.
Von links: Parwin, Rahima, Vertreter der Provinz, Jawid

AFGHAN LUMINOUS SUN - NAZO Professional Education Center for Afghan Women (ALS) ist eine in Kabul eingetragene, gemeinnützige Organisation (Nummer 13). ALS ist eine Frauenorganisation, und ihr oberstes Ziel ist es, zur Entwicklung einer gleichberechtigten Zivilgesellschaft beizutragen. Dafür müssen vor allem die Frauen in der Wahrnehmung ihrer Rechte und ihrer Selbstständigkeit unterstützt werden.
Die Initiatorinnen von AFGHAN LUMINOUS SUN - NAZO sind davon überzeugt, dass die kooperative Mitgliedschaft und Mitarbeit von Männern notwendig und richtig ist. So wird sie auch von Anfang an praktiziert.

AFGHAN LUMINOUS SUN - NAZO (ALS) arbeitet mit den Geldern, die NAZO-Deutschland e.V. nach Afghanistan schickt. Die Beträge stammen vom BMZ, von der Zukunftsstiftung Entwicklung in Bochum, der Stiftung Aktion Arme Welt Ludwigsburg, bzw. aus unseren Spendeneinnahmen. Zusätzlich verfügt ALS über Gelder aus den Verkäufen der den ALS-Zentren angegliederten Schneider- Leder und Schmuckwerkstätten. 

Seit März 2009 sind alle NAZO-Ausbildungen staatlich anerkannt, was auf jedem Zeugnis dem- entsprechend gekennzeichnet ist.

Momentan arbeiten die ALS Frauen in Afghanistan an 4 Standorten: Im Ausbildungszentrum in Achmad Schah Baba Mina gibt es zurzeit 2 selbständige Werkstätten (Schmuck und Lederprodukte) und einen Schneiderkurs mit 32 Schülerinnen. In das Stammhaus in Kart-e-nau sind die Frauen der Werkstatt aus Scheweki umgezogen. Das Dorf Scheweki liegt zu nah an der Grenze der Provinz Logar, die von den Taliban beherrscht wird. In Kart-e-nau arbeiten zurzeit 9 Schneiderinnen in ihrer eigenen Werkstatt. Auch in Kart-enau haben die Frauen ihren Laden eröffnet. 3 der Schneiderinnen bilden in drei Kursen noch Schülerinnen aus: ingesamt werden zur Zeit in Kart-e-nau 48 Frauen bzw. Mädchen zu Schneiderinnen ausgebildet. Im Dorf Kamari gibt es neben der Schneiderwerkstatt seit Herbst 2015 auch ein Geschäft, in dem die NAZO-Frauen ihre Produkte verkaufen. In Nejrab (Provinz Kapiza) wurde im November 2013 ein neues NAZO-Ausbildungszentrum eröffnet. Hier werden momentan 70 Frauen zu Schneiderinnen ausgebildet. Auch einige dieser Schneiderinnen vermarkten ihre Produkte schon selbst, allerdings noch nicht im eigenen Laden. In den Ausbildungszentren werden neben der Berufsausbildung und Kinderbetreuung die Alphabetisierungs- und Beratungskursen weiterhin angeboten.

 

 

Sie können unsere Arbeit unterstützen in dem Sie hier spenden, oder Sie holen sich ein GLÄNZENDES STÜCK VOM HINDUKUSCH.

Seite aktualisiert: 17.02.2016


 

Als wir 2002 mit den Restaurierungsarbeiten der Ruine begannen, lag Kart-e-nau am Rande der Stadt, war fast noch ein Dorf. Kabul hatte damals 300.000 Einwohner. Heute leben mehr als 5 Millionen Menschen im Großraum Kabul.
Rund ein Jahr lang dauerte es, bis wir in Deutschland die Gelder erkämpft hatten, die NAZOAfghanistan für den Aufbau des NAZO-Ausbildungszentrums veranschlagt hatte. Zunächst musste ein Gebäude gefunden werden, denn Kabul bestand im Frühjahr 2002 fast nur aus Ruinen. Eine davon wurde instand gesetzt, zwei neue Gebäude dazu gebaut. Das ganze Gelände, auf dem die drei Gebäude stehen, ist umgeben von einer hohen Mauer.

 

 

Hier werden jährlich 30 Frauen zu Schneiderinnen ausgebildet. Begonnen wurde 2004 mit Witwen, weil sie in den vergangenen Bürgerkriegs- und Talibanzeiten am meisten gelitten hatten.
Aber schon bald fragten die Frauen, ob wir nicht ihre Töchter ausbilden können, weil sie selbst sich um ihre Kinder und alten Angehörigen kümmern müsse. Wir nahmen diese Anregung auf, und schon in der 2. Ausbildungsrunde 2005/2006 verjüngten sich die Schülerinnen.

Kabul 2002 - 5 Jahren Bürgerkrieg und 5 Jahren Talibanzeit.

Die Ruine, die zum NAZO-Zentrum wird.

Danke

Bei allen Spendern und Spenderinnen bedanken wir uns an dieser Stelle ganz herzlich für Ihre Geld- und Sachzuwendungen und das in uns gesetzte Vertrauen. Ohne Ihre Spenden könnten wir die laufenden Kosten, wie z.B. die Löhne der Angestellten in Afghanistan, nicht bezahlen.
Ein herzliches Dankeschön sagen wir auch an die Institutionen, die mit ihren Anschubfinanzierungen unsere Projekte in Afghanistan erst ermöglichten:

BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)
SEZ (Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg)
GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit)
ASB (Arbeiter-Samariter-Bund

Zukunftsstiftung Entwicklungshilfe bei der GLS Treuhand e.V.
Zonta Club, Murnau-Staffelsee
Aktion Arme
Solar Global e.V.
Welt Rotary Hilfe e.V., Ludwigsburg

Ebenso dankbar sind wir für die Hilfestellungen der Mitarbeiter bei Engangement Global, ehemals Bengo. Auch den MitarbeiterInnen des Vereins ALS/NAZO in Afghanistan danken wir für ihre sehr engagierte HILFE zur SELBSTHIL FE vor Ort.