Nazo

NAZO-Zentrum in Nejrab, seit 2014


Die Frauen richten sich ihr Zentrum ein im Dorf Ghazi Big Kheel

Der Ausbildungsbetrieb wurde am 01. Januar 2015 aufgenommen.
Vorher hatten die Frauen fleißig mit Verstand, Krativität, Geschmack und Körperkraft die Inneneinrichtung ihres Zentrum bestimmt.


Auch die Frauen begingen diesen Tag feierlich mit einem Essen - allerdings sehr viel bescheidener als das Festmahl für die einflussreichen Männer des Bezirks Nejrab. Sie gönnten sich ein gemeinsames Gebet, Fladenbrot mit Soße und schwarzen Tee mit Zucker!


Alphabetisierungskurs in Nejrab

Auch in Nejrab ist ein Alphabetisierungskurse nötig.
Zuerst kauft Madina, die Leiterin des NAZO-Zentrums, Hefte für alle Schülerinnen und verteilt sie.
An dem Alphabetisierungskurs nehmen auch Frauen aus anderen Dörfern teil. Er beginnt um 8°° Uhr und dauert in der Regel anderthalb Stunden.

Noch steht kein extra Zimmer für die Weiterbildungskurse zur Verfügung. Sobald wir das Geld für den Ausbau eines weiteren Raumes zusammen haben, wird für die Frauen dieser hergerichtet.

Hier geht es zum Spendenformular.

Sehen Sie die Fotos in der rechten Spalte.

 

 

 


Berichte von Madina; Schneidereiausbildung in Nejrab

Jahresbericht 2016

Jahresbericht 2016

Übersetzung Jahresbericht 2016 – Nejrab Zentrum

2016 war das Jahr in dem wir die 3. und 4. Periode des Schneiderei-Projektes durchführten.
Zu den neuen Schülerinnen kamen noch zehn talentierte Studentinnen aus den Perioden 1 und 2  hinzu. Zusammen sind sie ein festes und sehr gutes Team.

Als Neuerung und um die Produkte zu perfektionieren, lernten die Studentinnen an den großen, elektrischen Maschinen zu nähen. Dies war wirklich eine großartige Erfahrung für sie.
Mit der Hilfe von Herrn Aalem – unser Lehrer für das Verkaufstraining – lernten unsere Studentinnen den Umgang mit den elektrischen Maschinen.
Darüber hinaus brachte er ihnen bei, Kunden zu akquirieren: zum Beispiel von einigen Geschäften auf den Basaren der weit entfernten Dörfer und einigen nah zu unserem Zentrum.
Mr. Aalem hilft den Studentinnen und den Studio-Frauen bei allen Problemen mit den Maschinen und beim Verkauf.

Die Leiterin unserer 15 Studio-Frauen ist eine intelligente Studentin der 3. Periode. Sie heißt Najia und war schon die Helferin der Schneiderlehrerin. Beide möchten auf dem Marktplatz ihres Dorfes einen Geschäft eröffnen.
Momentan liegt das monatliche Einkommen der einzelnen Studio-Frauen zwischen 500 – 1000 AFN ( 8 und 16 €) pro Monat. Mit dem Geschäft wollen sie ihr Einkommen erhöhen. Es wäre schön, wenn sie ein Grundkapital hätten, um gute Stoffe in Kabul kaufen zu können. Diese könnten sie zu Kleidern und Tücher verarbeiten und verkaufen.

Najia (Leiterin des Studios) und Jamila (Schneiderlehrerin) möchten darüber hinaus ihre Erfahrungen einbringen, um neue Schülerinnen zu unterrichten und Kunden zu akquirieren.
Wenn ich in Kabul bin, trägt Najia die volle Verantwortung für das Büro und die dazu gehörigen Aufgaben ( z.B. Studentinnen registrieren, Berichte schreiben, die täglichen Aufgaben verteilen, die Ausgaben notieren, Entscheidungen für das Mittagessen zu treffen etc. )
2017 möchten sie die Kurse (Alphabetisierung, Rechts- und Gesundheitsberatung und das Verkaufstraining) fortsetzen. Auch wünschen sie sich weiterhin einen Lehrer, der ihnen beibringt, Kleider auf höherem Niveau zu nähen.

Momentan befinden wir uns in der 4. Periode, sie läuft nur noch bis zum Ende des Jahres 2016.
Auch hier gibt es wieder einen Fülle von intelligenten und interessierten Studentinnen. Aber sie wohnen sehr weit entfernt vom ALS/NAZO Zentrum. Ohne den täglichen Transport mit einem Auto zum Zentrum, den wir momentan ermöglichen können, können sie nicht zum Zentrum kommen. Deswegen möchten sie in ihrem Dorf ein eigenes Näh-Studio aufbauen – und bitten um Unterstützung.

Fazit ganz allgemein: alle Studentinnen, die in den 4 Perioden im Zentrum ALS-Nejrab ausgebildet wurden haben ihre Zeit sehr gut genutzt. Eine arbeitet besser als die andere. Diejenigen, die aus verschiedenen Gründen nicht nur die Grundausbildung durchlaufen konnten, arbeiten jetzt von zu Hause aus und nähen für ihre eigenen Familien.

 

 

Nejrab, 18.09.2016

Nejrab, 18.09.2016

Dear Elke.

As the office of authorities in Nejrab is on the other side of Nejrab River and is far away from Nazo house and has 1 hour distance (by car) from us, so they always emphasized that the course should be carried out in the other side of the river and the students should be from students of the other side villages.
But we didn’t accept to carry out the whole course from this house into another house, we just agreed to have students for our fourth session of training from villages that are located into other side of Nejrab River.
Now we have 10 students from mentioned villages that are enrolled with consulate of the authorities, and 2 additional students from our own village that they have eager to learn the profession (but are not in our official list of students).
Because of distance of the way and making facilities for students, we have rented a car with a driver to carry out the students’ every day from other side of the river into Nazo house.

For students that graduates from Nejrab Tailoring course we want to have certificates with confirmation of the Ministry of Labour, Social Affairs, Martyrs and Disabled (MoLSAMD), so their representative in Nejrab district load times come to the Nazo house and supervises our work and the method of teaching. (The photos from 23-8-2016 are taken during meeting of this board from our course)

We are sure, that we will have succeed to have certifications for our students in the near future.
Like students of our last periods, this period of students are also very happy from Nazo personal and work and they want that when their trainings finished they can have a workshop near their villages (other side of the river).

Our current workshop in Nejrab is include of 15 students which are working with the help of their business teacher Mr. Mohammad Aalem. He brings them works from market and helps them how to handle the electronic machines.
Beside sewing the clothes of village women they also learned the sew of curtains (see in the photos), always they have good works - but near Eid their works are more.

With thanks and best wishes for you,
Madina

Report 16.03.2016

Report 16.03.2016

Dear Elke,

Hope you are fine and doing well.
I want to write you about Nejrab projects. As last Monday I had a trip to Nejrab districtfor3 days I controlled the both tailoring and cows projects. Everything is going very good there, the teacher, students and studio students are really happy being with us and we are also satisfied of their works.
As you see in the photos this time we celebrated the women’s day with women of Nejrab tailoring house and the gifts that you see was the textiles that you sent from Germany. They are all thankful of you.

Soon we will send you the financial report of last year, and we request you that please send us the next instalment of money because it is near to be finished.

Our “Cows for rural women” project is also a successful project that is really helpful for needy women and we are proud of our works and your support, every month (for 3rd time) we distribute them flour (for feed of cows) and the winter food that is called Kunjara. This time we also handover the women sanitary gloves and mask.

The only problem that we have is the risks of Kabul-Nejrab way during the trip, other than we don’t have any problem and are very happy, hope to could make you happy as well.

With best regards, Madina

Report from 11.12.2015

Report from 11.12.2015

Dear Elke ...... The Pachaghan village that has a mountain distance from the village that the tailoring course is, was under control of Taliban. They have a bad behavior with people of that village and always annoys them, on the last day that I was there the hot war was continued between Taliban and government army, so I returned to Kabul city. About our tailoring course: the students are eagerly coming to learn something and to earn money for themselves and their families because most the men in Nejrab join the army and they are killed during the war. However, the new students are also registered for the third period of course, and also the studio student’s works are good they have customers and do their works well. Although they have electronic machines but they work by hand because there is now no electricity at Nejrab. They have generator but it charges more, they only use in some urgent times, if we could to install then solar and product electricity it will be good for them as well as for ALS. Best greetings, Madina

Bericht von Madina am 29.09.2015

Bericht von Madina am 29.09.2015

Übersetzung des E-Mails aus Kabul vom 29.09.2015

Liebe Elke,  vor einigen Tagen, fragtest Du wie sich die Lage in Kabul und in Afghanistan entwickelt.
Leider sind meine Nachrichten nicht gut. Jetzt haben die Menschen in Afghanistan mehr Angst und Sorgen vor den Kämpfern des IS als vor den Taliban.
Mittlerweile ist der IS in 25 Provinzen Afghanistans. Hunderte von Schulen in den Provinzen sind geschlossen und die Kinder, vor allem die Mädchen, werden von der Bildung ferngehalten.
Den Menschen, die in die Provinzen reisen, wird das Geld gestohlen oder sie werden sogar getötet.

In Kabul werden wir jeden Tag Zeuge von einem Selbstmordanschlag, der vielen Menschen den Tod bringt. Armut und Arbeitslosigkeit ist ein weiteres großes Problem der Menschen, das sich von Tag zu Tag verschärft. Gerade eben höre ich eine aktuelle Nachricht von einem tödlichen Auto-Selbstmordanschlag in einem Sportstadion in der Provinz Paktia. 60 Toten und Verwundeten.

Hier ist das Leben für niemanden sicher, nicht das der Polizisten oder der staatliche Mitarbeiter, auch nicht das der Athleten, oder der normalen Bevölkerung oder der Kinder.

Heute verkaufen immer mehr Menschen ihre Häuser und wertvolle Dinge, um die Reise nach Europa anzutreten, die sie über gefährliche Wege und durch Ozeane führt.
Die Jugend hat die Hoffnung verloren, am Ende ihrer Ausbildung noch am Leben zu sein. Aus diesem Grund verlassen viele die Universitäten und ziehen es vor, Afghanistan den Rücken zu kehren – auch wenn es noch so viele Probleme gibt.

Ja, unser leben ist voller Sorgen.
Beste Grüße nach deutschland, Madina

Report from Madina 30.07.2015

Report from Madina 30.07.2015


Bericht 30.07.2015 ...... During my staying there I registered the name of 20 new students for our second training period.
And also I supplied the 25 last students sewing training books and all of related material inclined to their sewing machines and made them ready for the assembly day. On the day of handover of the certificates two agent of Ministry of Labor and Social Affairs, Martyrs and Disabled (MoLSAMD) also attended for control of our works and the women from Kabul was also willing of the assembly.

Also the tailoring studio with cooperation of 6 women with responsibility of one of them by the name of Shamila started their works together. Shamila is an active girl and also works as assistance of the teacher. For more information you can see the photos.

.....

Bericht Madina vom 06.05.2015

Bericht Madina vom 06.05.2015

Übersetzung

Während der 5 Tage (2. – 6. Mai 2015) im Distrikt Nejrab habe ich folgende Dinge erledigt:
Ich besuchte arme Familien und fragte, wer besonders bedürftig ist, damit diese die Solarlampen bekommen.

Außerdem kümmerte ich mich um den Verkauf unserer Produkte, traf mich mit Ärzten, um einen zu finden, der unsere Auszubildenden in unterrichtet. (Anmerkung der Übersetzerin: Gesundheitskurs) Darüber hinaus erteilte ich selbst - nach fortschrittlichster Methode – eine Woche lang de Unterricht. (Nähen und Zuschneiden)

Als ich von meinem Besuch bei den Frauen zurückkam, wusste ich, dass diese Tag für Tag sehr hart arbeiten: sie erziehen ihre Kinder, betreuen das Vieh, schneiden das Gras, kümmern sich um die Hühner, sammeln Holz in den Bergen, um zu kochen und Brot zu backen, spülen das Geschirr, reinigen das Haus und bereiten dreimal am Tag etwas zu essen. Neben ihren 7 – 8 Kindern, auf die sie aufpassen, müssen sie sich ebenfalls um ihre Schwiegermutter, Schwiegervater und um ihre Schwager kümmern.
Häufig gehen ihre Töchter nicht zur Schule weil es zu viel zu tun gibt . (Anmerkung: die Töchter müssen im Haus und auf dem Feld helfen.)

Trotz dieser harten Arbeit, machen die Frauen ihre Arbeit gern und sind zufrieden mit ihrem Leben. Sie verdienen ihr Geld, indem sie das, was auf ihren Feldern wächst verkaufen, ebenso Hühnereier und Michprodukte.
Was sie traurig macht sind die Beleidigungen, mit denen ihre Ehemänner und Schwager sie erniedrigen; aber auch Krankheiten (ihrer Ehemänner) und dass sie oft kein eigenes Haus haben. Sie wünschen sich, dass alle ihre Kinder zur Schule gehen und sie in ein eigenes Haus umziehen können.

Nachdem wir unsere Entscheidungen getroffen hatten, verteilten wir 18 von den 19 Lampen. Eine behielten wir für das Zimmer unseres Wachpersonals. (im NAZO-Zentrum)

Die Schneiderarbeit geht gut voran. Mit Hilfe einiger Brüder und Onkel der Studentinnen, werden wir jetzt mit der Vermarktung unserer Produkten beginnen.

Außerdem möchte ich noch erwähnen, dass ich mich mit einigen Ärzten getroffen habe – aber weil sie zu hohe Honorarforderungen hatten, haben wir noch immer keinen Vertrag abgeschlossen. Wir hoffen, sehr bald jemanden zu finden, den wir bezahlen können.

Mit herzlichen Grüßen, Madina

Bericht von Madina vom 24.02.2015

Bericht von Madina vom 24.02.2015

Übersetzung:

... wie ihr wisst, war ich eine Woche lang in Nejrab. Alles läuft wie geplant. Die Schülerinnen kommen gern und sind über unsere Angebote sehr zufrieden.

Auch das Problem mit dem Geld für gewisse Leute in Nejrab hat sich gelöst: Wir kauften einen kleinen Stier, schlachteten ihn und luden alle – mehr oder weniger – einflussreiche Männer zu einem Festmahl in den Räumen von NAZO ein. Nun sind sie alle sehr zufrieden – und danken NAZO-Germany sehr für das Engagement in ihrer Region Nejrab.

Ich mailte schon viele Fotos, so dass ihr in Deutschland euch ein gutes Bild von unserer Arbeit machen könnt.

Liebe Grüße, Madina

Bericht von Madina vom 13.02.2015

Bericht von Madina vom 13.02.2015

Übersetzung:

In Nejrab kann ich leider keine guten Nähmaterialien kaufen. Auch in Achmad Schah Baba Mina war das nicht möglich. So musste ich extra nach Khayr Khana fahren, um auf dem dortigen Basar die Stoffe und das Zubehör zu kaufen. Der Basar ist weit weg von meinem Haus und die Textilien sind sehr schwer, so dass Jawid mich an den beiden Wochenenden begleiten musste – erst dann hatte ich alle notwendigen Dinge zusammen.
Im Januar kaufte ich viele dunkle Textilien für die Uniformen der Studenteninnen. Damit waren sie sehr gut beschäftigt und lernten mit den Nähmaschinen umzugehen.

Jedes Mal, wenn ich nach Nejrab fahre, muss ich dort mindestens eine Nacht verbringen. Ein Tag reicht nicht aus, alle Arbeiten zu kontrollieren. Auch auf diesen Fahrten muss mich Jawed begleiten.

Wir mussten das Projekt im Bezirk Nejrab offiziell anmelden – nun wissen alle Menschen im Landkreis, dass wir Geld aus Deutschland bekommen. Das hat leider die Folge, dass jetzt jeder von uns erwartet, dass wir ihnen Geld zu geben. Wenn wir ihnen kein Geld geben, werden wir mit ihren Bedrohungen konfrontiert.
Um dieses Problem zu lösen, machten wir mit den Präsidenten der Gebiets- und der Provinzregierung einen Termin – aber in diesem ersten Gespräch konnten wir noch keine Lösung finden.
Deswegen werde ich demnächst Nejrab mehrere Tage lang aufsuchen, um nochmals mit den einflussreichen Persönlichkeiten des Landkreises zu sprechen.

Liebe Grüße, Madina

P.S. Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass ich eine zweite Fotokamera kaufen musste, weil die erste immer in den anderen NAZO-Zentren gebraucht wird.

Bericht von Madina 15.01.2015

Bericht von Madina 15.01.2015

Übersetzun:

….Nach 12 Tagen bin ich aus Nejrab nach Kabul zurückgekehrt. Jetzt möchte ich über alles, was ich in der Zeit erledigen konnte berichten.
In der ersten Woche musste ich darauf achten, dass alles für die Eröffnung des NAZO-Zentrums vorbereitet wird:
- die Reinigung der Räume
- die Eignungsprüfung und Einschreibung der Studierenden,
- die Inventarisierung der Maschinen und Werkzeugen
- die Überprüfung aller Maschinen und deren Fixierung auf den Tischplatten
- die Einrichtung der Klassen, des Büro und Küche,
- den Kauf von Lebensmitteln, die für Küche und
- weitere grundlegende Einzelheiten.

Nach einer Woche begannen kamen die Lehrerin (Schneiderin ), die Putzfrau und die Köchin, sowie die Wächter. Sie wurden von mir in ihre Arbeitsbereiche eingewiesen.

Pünktlich am 1. Januar begann der Kurs. Die Schülerinnen waren sehr aufgeregt, weil sehr viele das Schneiderhandwerk erlernen möchten. Leider konnten wir sie nicht alle gleich in den ersten Kurs aufnehmen. Wir entschlossen uns, lediglich ein Mädchen pro Familie aufzunehmen.
Den anderen mussten wir versprechen, sie in den folgenden Semestern bei uns lernen zu lassen.
Die Schneiderin kommt aus dem hiesigen Dorf.

Den Alphabetisierungs- und den Gesundheitskurs erteilte zunächst ich – bis wir auch dafür geeignete Frauen gefunden hatten.
Weil das Gebiet Nejrab ziemlich unsicher ist, musste ich 2 Wachmänner einstellen, die die Schülerinnen und das gesamte Zentrum zu schützen wissen. So konnten uns die Familien vertrauen, und schickten ihre Töchter zu uns, damit sie einen Beruf erlernen.

Während meines Aufenthaltes in Nejrab habe ich auch die Vieh-Projekte kontrolliert. Die Menschen sind mit ihren Kühen sehr glücklich, weil Sie nun ein eigenes Einkommen haben.
Wenn ihr in Deutschland es irgendwie schaffen könnt – schickt uns noch einmal 10.000 € für ein 3. Kuh-Projekt. Es hilft sehr schnell, die Not der Menschen zu lindern – und wirkt ja über Jahre hinweg.

Mit freundlichen Grüßen, Madina

Madinas Bericht 15.12.2014

Madinas Bericht 15.12.2014

Übersetzung:

… Es tut mir leid, dass ich Dir gestern keine Details geben konnte. Wie Du weißt, fuhr ich nach Nejrab, um die Renovierungsarbeiten zu beaufsichtigen.
Darüber hinaus habe ich ein paar Sachen erledigt:
- Ich habe eine Lehrerin für die Schneiderkurs,
- die Wächter,
- die Köchin und
- die Reinigungskraft engagiert.
- Auch registrierte ich die Namen von 25 Schülerinnen, die an diesem Kurs teilnehmen möchten.

Wir sammeln alle Rechnungen und werden sie Dir noch vor Jahresende mailen.

Das einzige Problem ist, dass es jeden Tag auf der Straße Kabul – Nejrab zu einem Selbstmordanschlag oder einer Explosion kommt. Das macht uns große Sorgen. Aber wir hoffen, dass wir eines Tages Zeugen eines sicheren Afghanistan sein werden.

Mit freundlichen Grüßen, Madina 

Madinas Bericht vom 18.11.2014

Madinas Bericht vom 18.11.2014

Übersetzung: … Heute am frühen Morgen fuhren wir nach Nejrab und abends sehr spät zurück.
Das Haus, das Du auf dem Foto siehst ist das, welches wir mieten wollen. Wir trafen den Besitzer und er war bereit, uns das Haus zu geben. Es befindet sich in der Nähe der Hauptstraße und in der Nähe der Schule für Jungen und Mädchen. Allerdings sind die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen.
Wir wollen nur eine Etage rekonstruieren und verwenden.
Folgend Arbeiten werden noch nötig sein:
- Eine Abwassergrube zu bauen,
- die Räume einer Etage an das Wasserversorgungssystem anzuschließen;
- den Ausbau der Sanitärräume und der Küche;
- die Fensterrahmen zu streichen und die Gläser einzusetzen.

Über die Kosten sind wir uns einig: NAZO bezahlt die Renovierungsarbeiten für die NAZO-Etage. Den anderen Teil übernimmt der Hausbesitzer. Er wird seine Kosten von der der Miete, die NAZO ihm zu zahlen hat, bestreiten. Alle Arbeiten werden unter der Kontrolle von NAZO erfolgen.
Dieses Haus befindet sich an einem relativ sicheren Ort in dieser Region. Deswegen haben wir es gewählt. Ein besseres Haus können wir hier nicht finden.
Außerdem kennen uns hier die Menschen aufgrund unserer bisherigen Projekte*, die ihnen sehr geholfen haben.
In Zukunft können wir ein Geschäft in der Nähe von diesem Haus auf dem lokalen Markt mieten.

*Anmerkung der Übersetzerin: hier wurden zweimal Kühe an bedürftige Landfrauen verteilt.

Fotos vom 04.03.15

Für die einflussreichen Persönlichkeiten des Destrikts Nejrab wurde ein kleiner Stier gekauft.
Die Männer Nejrabs schlachteten ihn.
Die NAZO-Frauen bereiteten daraus für sie ein Festmahl in den Räumen des NAZO-Zentrums.

Danach lösten sich die Geld-Probleme. (Siehe Bericht  vom 24.02.15)