Nazo

20 Kühe für 40 Landfrauen

Verteilung der Kühe an sehr arme Frauen

Projektbeschreibung

Madina, Leiterin der Vieh-Projekte, stammt aus Nejrab – eine sehr wichtige Voraussetzung, um Vertrauen zu den Dorfältesten aufzubauen. Die Menschen hier sind sehr arm und es ist  eine große Hilfe für sie, dass nicht nur 20 sondern 40 Familien ein eigenes Einkommen haben werden. Es werden 20 trächtige Kühe gekauft, die an besonders bedürftige Frauen in den Dörfern Sharif Kheel, Qala-e-Khwaja und Dawlat-Kheel verteilt werden. Das erste Kalb, das die Mutterkuh zur Welt bringt, wird an eine andere bedürftige Frau abgegeben. Die Mutterkuh bleibt weiter bei der Erst-Besitzerin und sichert ihr durch den Verkauf von Milch, Joghurt und Butter ein Auskommen.

So können mit dem Kauf von 20 Kühen 40 Familien langfristig unterstützt werden.
Da die Dörfer sehr weit voneinander entfernt liegen, ist es wichtig, dass neben dem Bauern, der den Unterricht geben soll, im zentral gelegenem Dorf ein Raum angemietet wird, in dem zweimal wöchentlich die Frauen zusammen kommen, um all das zu lernen, was für eine erfolgreiche Viehhaltung wichtig ist. Das beginnt bei der Hygiene im Stall, setzt sich fort mit der Aufklärung über das richtige Futter, das Erkennen bestimmter Krankheiten und deren Bekämpfung und endet nicht zuletzt bei der Zubereitung und Vermarktung der Milchprodukte. 

Schon bei der Verteilung der Kühe werden die Frauen bestimmt, die später ein Kälbchen bekommen. Die 40 Frauen, denen die Kühe später gehören, werden in zwei Gruppen zu je 20 Frauen geteilt und lernen zweimal wöchentlich beim Bauern im Dorf Dawlat-Kheel.
Auf dem Lande bleibt den Frauen und Mädchen meist nur die traditionelle Rolle als Ehefrau und Mutter. Da die Dörfer oft weit ab liegen, keine Straßen, geschweige denn irgendwelche Verkehrsmittel dorthin führen, gibt es nur selten Schulen oder Ausbildungsmöglichkeiten. In den Dörfern können sich die Frauen am besten eine eigene Lebensgrundlage aufbauen, wenn sie Vieh halten. 

Deswegen möchten wir noch weitere Kühe kaufen. Wir bitten Sie, zu überlegen, ob Sie und ihre Freunde sich an den Kosten einer Kuh beteiligen können. Eine trächtige Kuh kostet ca. 1.000 €, inklusive Transport, Futter und einigen Hygieneuntensilien.
Rufen Sie uns an (02205-2352) oder schreiben Sie ein Mail, wir beantworten gern ihre Fragen.

Hier gehts zum Spendenformular

Um beim Bauern zu lernen, können die Frauen zweimal wöchentlich ihr Haus verlassen. Das AUS DEM HAUSE GEHEN und das ZUSAMMENKOMMEN mit Nicht-Familienmitgliedern ist der erste und wichtige Schritt, um den Erfahrungshorizont zu erweitern. Im Austausch mit anderen Frauen machen sie die Erfahrung, dass ihre Probleme nicht nur sie selbst betreffen, sondern viele Frauen ähnliche Gedanken, Gefühle, Ängste und Vorstellungen haben. Im gemeinsamen Gespräch können oft sogar Lösungen für die schwierigsten Probleme gefunden werden.


Festmahl für die Frauen und Kinder

Festmahl für die Destrikt-Honoratioren

Von Anfang an wird das Projekt von den einflussreichen Männern der Dörfer begleitet. Diese Strategie verfolgen die NAZO/ALS Frauen bei jedem Projekt. Nur wenn die Männer mit einbezogen werden, gibt es später keinen Ärger oder Neid in der Dorfgesellschaft. Dazu werden die wichtigsten Männer der Dörfer (Dorfvorsteher, Geheimdienstchefs, Polizei, Mullah etc.) zu einem Festmahl geladen. Es müssen mehrere Ziegen gekauft und geschlachtet werden, anschließend wird das Festessen von den Frauen zubereitet.

 

 

Die Männer werden eingebunden in folgende Bereiche:
1. In die Auswahl der Familien;
2. beim Kauf der Kühe und
3. bei der Wahl des Ausbilders.
4. beim Bau der Kuhställe.