Nazo

Die Werkstätten

Nurullah (rechts) und Marina (links) begutachten den Silberschmuck, der in der NAZO-Schmuckwerkstatt in Achmad Schah Baba Mina gefertigt wurde. Hinter ihnen die Juwelierin, die die Schmuckstücke herstellte.

Damit der erlernte Beruf nach Ende der Ausbildung nicht wieder in der Isolation ausgeübt werden muss, streben es fast alle Frauen an, auch nach Lehrgangsschluss weiterhin zusammen zu kommen, einmal, um gemeinsam zu arbeiten, aber auch um den häuslichen Rahmen durch eigene Kontakte erweitern zu können.

Im Laufe unserer fast 15-jährigen Ausbildungserfahrung in Afghanistan hat sich herausgestellt, dass Analphabetinnen nicht innerhalb von ein oder zwei Jahren eine vollständige Selbständigkeit erlangen, die es ihnen ermöglicht, ihre Produkte eigenständig zu vermarkten. Das Erlernen des Handwerksberufs ist kein Problem – aber die selbständige Vermarktung ihrer Produkte benötigt doch weit aus mehr Zeit. Deshalb hat sich die WERKSTATT entwickelt: Die Frauen können noch länger in dem abgesicherten NAZO-Zentrum arbeiten, das heißt: Sie können weiterhin täglich ihr Haus verlassen, um in der Gruppe zu arbeiten – müssen sich nicht wieder zurückziehen, um in ihrer familiären Umgebung isoliert zu arbeiten. Die Gruppen tauschen im Laufe der Jahre ihr Wissen aus, fördern sich gegenseitig und arbeiten effektiver – kurz: die Werkstatt fördert das Vorankommen der Frauen untereinander, das „Netzwerk“. 


Die Seite wurde aktualisiert: 17.02.2016

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