Nazo

Armut und Patenschaften

Patenschaften

Einmal im Monat kommen die hilfsbedürftigen Frauen, die in Deutschland eine Patin oder einen Paten gefunden haben, um sich ihre Unterstützung abzuholen. Im Winter können viele Frauen nicht kommen, weil ihre Dörfer völlig eingeschneit sind. Dann macht sich Najeela auf den Weg und bringt ihnen ihr Geld nach Hause, ebenfalls, wenn jemand zu alt oder krank ist.

Mit einer Beihilfe von 30 € pro Monat kann eine hilfsbedürftige Frau sich und ihre Kinder ernähren.

Aber jeder Betrag, den Sie spenden können - auch wenn er unter 30,00 € liegt - hilft den armen Frauen, ihren Alltag zu verbessern.

Deswegen: zögern Sie nicht, werden Sie Pate einer hilfbedürftigen Frau.


Hilfsbedürftige im Hof des NAZO-Zentrums in Kart-e-nau.

Wir möchten Ihnen hier einige Frauen persönlich vorstellen, die ein besonders schweres Schicksal zu tragen haben - und noch keine Patenschaften gefunden haben. Oft sind es Bekannte von "unseren" NAZO-Schülerinnen, oder man kennt sich aus der Nachbarschaft. Wir bitten SIE, zu überlegen, inwieweit Sie eine der Frauen unterstützen können. Bitte wenden Sie sich an uns, um weitere Einzelheiten zu erfahren. (Kontakt)

Schaima sagt:
"Gott möge die Güte derjenigen, die bedürftigen Menschen helfen, vielfach belohnen. Wir von NAZO-Kabul sind sehr glücklich, wenn wir Ihre Hilfe weitergeben können. Herzliche Grüße, Schaima"

Paten gesucht für Ausbildungsunterstützung (zeitlich befristet)

Balqis

Balqis

Die 24-jährige Balqis hat vor zwei Jahren das Abitur gemacht, ebenso wie zwei ihrer drei Schwestern und ihr Bruder. Die jüngste Schwester ist aktuell in der 11.Klasse. Ihr Bruder muss trotz seines Abiturs als Schneider arbeiten und mit den 6000 AFN (ca. 64 Euro), die er dort verdient, die Familie ernähren. Balqis Mutter war bis 2020 als Köchin in einem privaten Unternehmen beschäftigt, verlor dann aber leider ihren Job. Der Vater hat die Familie bereits vor 15 Jahren ohne Scheidung verlassen, um mit seiner neuen Frau in Pakistan zu leben. Kontakt zu ihm besteht nicht mehr. Balqis wünscht sich sehr, ein Studium aufzunehmen und interessiert sich hier vor allem für den Bachelor of Business Administration, der an einer privaten Universität angeboten wird. Die Gesamtdauer des Studiums beträgt 4 Jahre bzw. 8 Semester, monatlich werden 4000 AFN (ca. 42 Euro) für die Studiengebühr und weitere 2000 AFN (ca. 21 Euro) für Fahrtkosten benötigt, da die Universität 8 km vom Wohnhaus entfernt liegt. Balqis erhofft sich von dem Studium eine bessere Zukunft und die Chance auf eine Arbeit, mit der sie ihre Familie dann finanziell unterstützen kann. Leider stehen ihr die benötigten finanziellen Mittel nicht zur Verfügung und daher würde sie sich sehr über eine Patin / einen Paten freuen.

Sadaf

Sadaf

Die 19-jährige Sadaf hat vier Schwestern und einen Bruder. 2019 hat sie Abitur gemacht und studiert seitdem Krankenpflege an einem privaten medizinischen Institut mit einer monatlichen Studiengebühr von 2000 AFN, die bereits von einer Patin übernommen wird. Ihr Vater verstarb im Juni 2019 an Krebs und leider ist auch ihre Mutter, eine langjährige NAZO-Mitarbeiterin, erst kürzlich verstorben. Der bisherige Plan war, dass Sadaf das medizinische Institut erfolgreich abschließt und dann einen guten Job annimmt, mit dem sie ihre Familie unterstützen kann. Die Machtergreifung durch die Taliban und der plötzliche Tod ihrer Mutter hat viele Unsicherheiten und Ängste mit sich gebracht. Die Familie hat kein Einkommen, ob Sadaf weiter studieren kann ist ungewiss. Wir möchten ihr ein paar dieser Sorgen nehmen und suchen daher weitere Paten, die Sadafs Familie monatlich mit einem kleinen Beitrag unterstützen möchten. Auch eine Unterstützung zur Ausbildung der Geschwister wäre wünschenswert, sofern es die Lage zulässt.

Paten gesucht für bedürftige Frauen

Hafiza

Hafiza ist eine sehr arme und hilflose Frau. Sie wurde 22 Jahre zuvor mit einem psychisch kranken Mann verheiratet. Sie lebt im Dorf Qalay Ahmad Khan, Bagrami Distract, Kabul. Jetzt ist sie 50 Jahre alt und hat 5 Töchter und 2 Söhne. Der ältere Sohn ist 19 Jahre alt. Ihre finanziellen Probleme lassen es nicht zu, dass er seine Ausbildung fortsetzt. Er hat nur bis zur 5. Klasse die Schule besucht. Der jüngere Sohn ist 6 Jahre, die älteste Tochter 15 Jahre und die jüngste Tochter 8 Jahre alt. Alle Töchter gehen nicht zur Schule. Ihr Mann kann wegen seiner psychischen Probleme nicht mehr arbeiten. Nur ihr Sohn arbeitet und sein Einkommen muss für die ganze Famiie reichen. Obwohl sie im Dorf Qalay Ahmad Khan in einem Haus mietfrei wohnen, reicht der Lohn des Sohnes nicht aus, um alle Familiemitglieder täglich satt zu bekommen. Hafiza braucht dringend Hilfe.

Karima

Karima ist eine 52-jährige, sehr unschuldige, benachteiligte und ungebildete Frau.
Sie heiratete 15 Jahre zuvor im Alter von 37 Jahren. Leider war sie unfruchtbar und brachte kein Kind zur Welt. Ihr Ehemann war Fahrer.
Nach 3 Jahren adoptierte Karima ein Kind als ihren Sohn.
Aber die ganze Zeit übte ihr Ehemann Gewalt an ihr aus und sie stand unter dem Druck ihres Ehemanns und seiner Familie. Die meiste Zeit schlug er sie, weil sie kein Kind mit ihm zustande brachte.
Ihr Ehemann beschloss, erneut zu heiraten und heiratete eine andere Frau.
Zu dieser Zeit wurde Karimas Adoptivsohn 10 Jahre alt. Ihr Ehemann sagte, der Adoptivsohn könne nicht bei ihm und seiner zweiten Frau leben. Sie solle gehen.
Karima hat also ihren Mann zusammen mit ihrem Sohn verlassen und ist zu ihrem Bruder gezogen. Leider verstarb ihr Bruder nach einem Jahr. Seitdem lebt sie immer noch mit ihrer Schwägerin im Haus ihres Bruders. Auch die Familie ihres Bruders ist in einer sehr schlechten wirtschaftlichen Lage und sie können nicht alle Familienmitglieder ernähren. Tatsächlich ist Karima das große Problem für die Schwägerin. Karima ist jetzt in einem sehr schlechten Zustand und weiß nicht ein noch aus. Deswegen bittet sie um Unterstützung. 

Shila

Shila

Frau Shila ist Analphabetin und eine sehr arme Frau. Sie ist 37 Jahre alt, hat vor 14 Jahren geheiratet und hat fünf Kinder, vier Töchter und einen Sohn. Ihr einziger Sohn ist 6 Jahre alt, die älteste Tochter 13. Ihr Ehemann ist chronisch krank, niemand weiß was er hat und er kann nicht arbeiten.

Frau Shila arbeitet als Putzfrau in einer Privatschule in der Nähe ihres Hauses. Ihr monatliches Gehalt beträgt 5000 AFN. Allein für das Schulgeld ihrer Kinder zahlt sie 2000 AFN. Sie lebt in einem Mietshaus und 3000 AFN beträgt die Hausmiete. Ihre drei Töchter und ihr kleiner Sohn lernen in der Privatschule, in der sie arbeitet. Die Schule hilft ihr, indem sie für zwei Töchter die Gebühren übernimmt, für die beiden anderen Kinder muss sie selbst bezahlen. Da ihr Lohn nicht ausreicht, arbeitet sie auch nach ihrer normalen Arbeitszeit, in den Ferien und am Wochenende zusätzlich in einigen Häusern, wäscht Wäsche, putzt in den Häuser und macht andere Arbeiten - alle Arbeiten, die ihr aufgetragen werden. Aber das versetzt sie immer noch nicht in die Lage, Ihren Kindern genug zu essen und Kleidung zur Verfügung zu stellen. Sie ist wirklich hilflos und benötigt dringend Unterstützung. Bitte helfen Sie ihr.

Khowr Shireen

Khowr Shireen ist eine 75-jährige Frau. Sie ist bitterarm, benachteiligt und ungebildet. In sehr jungen Jahren, als sie verheiratet war, verlor sie nach drei Monaten ihren Ehemann und blieb kinderlos. Von da an lebte sie mit ihrem Bruder zusammen und als dieser starb, kümmerten sich ihre Nichten um sie. Eine ihrer Nichten lebt in Kabul und eine weitere in der Provinz Lugar. Deshalb verbingt sie einen Teil ihrer Zeit in der Provinz Lugar und den Rest in Kabul. In den letzten zwei Monaten litt sie am Coronavirus, aber jetzt geht es ihr ein wenig besser. Geistig geht es ihr nicht gut, sie hat ihr Gedächtnis verloren, das heißt, sie erkennt niemanden mehr. 

Mah Jan

Mah Jan ist eine 72-jährige Frau, sie lebt in Karti, das jetzt zu Kabul gehört. Ihr Mann ist schon vor 35 Jahren verstorben. Die gemeinsame Tochter heiratete mit 21 Jahren, starb aber leider während der Geburt ihres Kindes. Mah Jan ist seit mehr als 37 Jahren mit vielen Schwierigkeiten und Leiden konfrontiert. Sie fühlt sich immer allein. Bisher lebte sie bei ihrem Bruder, wurde in diesem Jahr aber von Bruder und Nichte aus dem Haus gejagt. Daher lebt sie jetzt im Haus ihrer Schwester. Sie ist am Coronavirus erkrankt, hat ihn aber überstanden. Allerdings leidet sie unter Spätfolgen. Da sie keinerlei Einkommen hat, braucht sie dringend Unterstützung.

Samiha

Samiha

Samiha ist beispielhaft für eine jener jungen Frauen, die ungebildet und unbedarft in jungem Alter geheiratet hat. Vor 8 Jahren heiratete die heute 31-jährige und hat zwei Töchter, 7 und 5 Jahre alt. Ihren Mann verlor sie an Krebs, als die kleinste Tochter gerade einmal 2 Monate alt war. Durch den Verlust ihres Mannes blieb Samiha nichts anderes übrig, als ins Haus ihrer Eltern zurückzukehren.

Das wirtschaftliche Einkommen der Familie ist sehr gering. Sie arbeiten gegen einen geringen Lohn auf dem Land anderer Leute. Samiha hat finanzielle Probleme und schafft es kaum, den Bedürfnissen ihrer Kinder gerecht zu werden. Samihas ältere Tochter besucht die 1. Schulklasse und so ruht ihre Hoffnung darauf, ihren Töchtern durch Bildung einen besseren Start ins Leben zu ermöglichen. Dass sie zukünftig in der Lage sein werden, sowohl sich selbst als auch ihre Mutter finanziell zu unterstützen. Und genau hierfür wünscht sich Samiha Unterstützung, da sie es aus alleiniger Kraft nicht schafft.

Helfen Sie ihr, ihren Kindern das übliche Schicksal zu ersparen und durch Bildung aus dem Teufelskreis, den die Gesellschaft noch immer für afghanische Frauen vorsieht, auszubrechen. Vielen Dank.

Zharmina

Zharmina

Zharmina ist 35 und ohne jede Bildung, vor 10 Jahren hat sie geheiratet. Aus dieser Ehe gingen 3 Kinder hervor. Die ersten Jahre ihrer Ehe lebte die Familie bei Zharminas Schwiegereltern in der Provinz Logar. Allerdings war sie dort mit sehr viel Leid und Gewalt seitens der Schwiegereltern konfrontiert. Nach 8 Jahren entschloss sich ihr Mann nach Kabul zu ziehen. Leider verfolgte sie das Pech, als ihr Mann nur ein Jahr später einer Bombenexplosion zum Opfer fiel. Zharmina hatte keine andere Wahl, als wieder zur Familie ihres Mannes zurückzukehren.

Kaum dort angekommen, schlug Zharminas Schwager ihr vor, ihn zu heiraten, was in Afghanistan nicht unüblich ist. Zharmina lehnte ab, da ihr Schwager bereits 70 Jahre alt ist, selbst eine Frau, Schwiegersohn und Schwiegertochter hat. Zharmina sagt, sie sei zu jung und möchte lieber arbeiten, um ihre Kinder zu versorgen. Leider ist ihr geringer Bildungsabschluss dabei ein Problem, außerdem die Tatsache, dass sie mit gesundheitlichen Problemen wie Rheuma und Migräne zu kämpfen hat. Sie wünscht sich auf diesem Wege Unterstützung für sich und ihre Kinder und möchte sich im Voraus herzlich dafür bedanken. 

 

 

Bibi Zhara

Bibi Zhara

Bibi Zhara ist 60 Jahre alt, ungebildet und unverheiratet. Vor 40 Jahren war sie mit ihrem Cousin verlobt und wie es so Sitte ist in der afghanischen Kultur, muss der junge Mann dem künftigen Schwiegervater Geld zahlen, damit er die Tochter heiraten kann. Bibi Zharas Vater verlangte vom potentiellen Schwiegersohn dessen komplettes Geld und ein Auto obendrauf. Der Schwiegersohn in sp√© hatte weder das nötige Geld, noch die finanziellen Mittel, ein Auto zu kaufen. Daher bat er seine Verlobte, zu warten, bis er das Geld zusammen hätte. Allerdings tauchte er nie wieder auf und heiratete stattdessen eine andere junge Frau. Leider kamen mit der Zeit keine neuen Verehrer für Bibi Zhara. Ihr Vater starb und ihr Bruder heiratete, starb allerdings auch nur kurze Zeit später an einem Herzinfarkt. Bibi Zharas Schwägerin verließ daraufhin den Haushalt und heiratete einen anderen Mann. Sohn und Tochter ließ sie bei Bibi Zhara zurück, die Mühe hatte, sich um die Beiden zu kümmern. Vor 7 Jahren heiratete schließlich ihr Neffe. Bibi Zhara wurde auf offener Straße angeschossen und kam daraufhin für 2 Monate ins Krankenhaus. Die Kugel hatte glücklicherweise hauptsächlich ihre Hand erwischt, die kann sie allerdings nicht mehr benutzen. Ihr Neffe, den sie aufgezogen hatte, kümmert sich nicht um sie. Sie erhält keine Medizin, wenn sie krank ist, kann ihre Kleidung nicht selbst waschen oder sich etwas zu essen kochen. Darum bittet sie nun um Ihre Hilfe. 

Herzlichen Dank! Wir danken an dieser Stelle all denen sehr herzlich, die hilfsbedürftige Frauen und deren Kinder unterstützen. Bisher können wir - dank Ihrer Patenschaften - schon 30 Familien unter die Arme greifen.

Najeela (links) schreibt einen Brief, den ihr die hilfsbedürftige Frau diktiert. Er ist für ihre Patin in Deutschland bestimmt.

Mina sagt zur Korruption:

"In unserem Land dreht sich alles nur ums Geld. Es gibt nur ein Ziel: Geld! Bei den ganz großen Korruptionsfällen sind immer wieder Ausländer beteiligt. Sie halten die Fäden in der Hand. Sie haben sich mit den afghanischen Machthabern geeinigt. Anstatt für Afghanistan ordentliche Arbeit zu leisten, geht es meist um Veruntreuung von Geldern und Anliegen, die nicht zum Wohle Afghanistans sind. An der Korruption sind Afghanen und Ausländer beteiligt. Ein Mensch kann vielleicht die Hälfte des Tellers essen, aber wenn sie zu zweit sind, dann essen sie den ganzen Teller."