Nazo

Armut und Patenschaften

Patenschaften

Einmal im Monat kommen die hilfsbedürftigen Frauen, die in Deutschland eine Patin oder einen Paten gefunden haben, um sich ihre Unterstützung abzuholen. Im Winter können viele Frauen nicht kommen, weil ihre Dörfer völlig eingeschneit sind. Dann macht sich Najeela auf den Weg und bringt ihnen ihr Geld nach Hause, ebenfalls, wenn jemand zu alt oder krank ist.

Mit einer Beihilfe von 30 € pro Monat kann eine hilfsbedürftige Frau sich und ihre Kinder ernähren.

Aber jeder Betrag, den Sie spenden können - auch wenn er unter 30,00 € liegt - hilft den armen Frauen, ihren Alltag zu verbessern.

Deswegen: zögern Sie nicht, werden Sie Pate einer hilfbedürftigen Frau.


Update: Beendigung Spendenaufruf Parwin

Am 17. April 2021 erlitt Parwin, Gründungsmitglied und aktuell Vorsitzende des Vereins ALS in Kabul einen Schlaganfall. In der Folge verbrachte sie vier Nächte in einem Privatkrankenhaus in Kabul. Nach einem kurzen Aufenthalt zuhause, musste sie erneut ins Krankenhaus zur Nachsorge in Islamabad (Pakistan).
Am Montag, den 21. Juni 2021 konnte Parwin dann erstmalig wieder im Büro in Kabul erscheinen. Sie verfasste sinngemäß folgenden Brief:


„Beste Grüße an alle mitwirkenden Personen von NAZO Deutschland e.V.
Zuerst meinen herzlichen Dank an alle Menschen, die mich in dieser schwierigen Zeit unterstützt haben. Euch allen wünsche ich Gesundheit, Erfolg und ein langes erfülltes Leben. Nach meinem Schlaganfall wurde ich in Kabul in zwei und noch einmal in einem Privatkrankenhaus in Islamabad (Pakistan) behandelt. Nach Abschluss aller Untersuchungen und Behandlungen konnte ich die Rückreise nach Kabul antreten. Dank Eurer tatkräftigen Hilfe haben die finanziellen Mittel ausgereicht - um den Aufenthalt in den Krankenhäusern, die Unterkunft, Flüge, sowie sonstige anfallenden Kosten - sowie mir eine zügige Genesung zu ermöglichen. Ich fühle mich zum jetzigen Zeitpunkt zu 80 % regeneriert. Heute ist mein erster Tag im Büro und ich freue mich, wieder für die Anliegen der Frauen zu arbeiten.“


Somit wird von weiteren Spenden im Namen von Parwin abgesehen und der Spendenaufruf gilt als beendet. Auch von unserer Seite aus, bedanken wir uns für die zahlreichen zügigen Spenden, die all dies ermöglichten.

 

 

Gründungsmitglied Parwin braucht dringend Ihre Hilfe

Parwin ist seit kurzem die neue Vorstandsvorsitzende von Afghan Luminous Sun in Kabul. Leider erlitt sie am 17. April einen schweren Schlaganfall. Um ihre Genesung zu unterstützen, bitten wir um Ihre Hilfe.

Parwin ist 55 Jahre alt, hat zwei Töchter (25 und 20 Jahre) und einen Sohn von 14 Jahren.

Ihre zweite Tochter Tamina ist schon seit ihrer Geburt behindert und ein Pflegefall.

Parwin hat sich bereits unter den Taliban für die Bildung der Mädchen in Kabul eingesetzt und in ihrer kleinen Wohnung eine versteckte Klasse aufgebaut. So haben einige Frauen gegen die Gesetze der Taliban Mädchen unterrichtet. Das war sehr gefährlich.

Nach dem Machtwechsel in Afghanistan (2001) war sie als Direktorin einer Mädchenschule in Kabul tätig.

Mit ihrem direkten Einsatz haben wir 2003 unseren Schwesterverein ALS in Afghanistan gegründet und arbeiten noch bis heute zusammen.

Vor Ihrer offiziellen Wahl als Vorstandsvorsitzende war sie bereits ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende des Vereins ALS (Mitglieder).

Wir haben Parwin 2007 nach Deutschland eingeladen und mit ihr viele informative Veranstaltungen in verschiedenen Städten organisiert.

Sie hat im Laufe all dieser Jahre die Frauen in Afghanistan ehrenamtlich beraten, motiviert und unterstützt.

Zu ihrem aktuellen Schicksalsschlag kommt, dass ihr Mann im Juni 2020 an Corona erkrankte und drei Monate in Behandlung war. Bis heute leidet er an Nierenproblemen und ist arbeitsunfähig.

 

Deswegen bitten wir Sie, zu überlegen, ob Sie Parwin bei ihrer Genesung unterstützen können. Jede kleinste Spende ist willkommen.

 

Gemeinsam können wir es schaffen, dass Parwin sich wieder mit ganzer Kraft für Ihre Herzensangelegenheit, die Arbeit für ALS, einsetzen kann.

 

Spendenkonto: Stichwort: Hilfe für Parwin

 

 

Klicken Sie hier, um zu spenden oder nutzen Sie folgende Bankverbindung für Ihre Überweisung:

KSK ( Kreissparkasse Köln)
Konto Nr.: 10010080
BLZ: 37050299
IBAN: DE03 3705 0299 0010 0100 80

 


Hilfsbedürftige im Hof des NAZO-Zentrums in Kart-e-nau.

Wir möchten Ihnen hier einige Frauen persönlich vorstellen, die ein besonders schweres Schicksal zu tragen haben - und noch keine Patenschaften gefunden haben. Oft sind es Bekannte von "unseren" NAZO-Schülerinnen, oder man kennt sich aus der Nachbarschaft. Wir bitten SIE, zu überlegen, inwieweit Sie eine der Frauen unterstützen können. Bitte wenden Sie sich an uns, um weitere Einzelheiten zu erfahren. (Kontakt)

Schaima sagt:
„Gott möge die Güte derjenigen, die bedürftigen Menschen helfen, vielfach belohnen. Wir von NAZO-Kabul sind sehr glücklich, wenn wir Ihre Hilfe weitergeben können. Herzliche Grüße, Schaima“

Geschichten bedürftiger Frauen

Hafizas Story

Hafiza ist eine sehr arme und hilflose Frau. Sie wurde 22 Jahre zuvor mit einem psychisch kranken Mann verheiratet. Sie lebt im Dorf Qalay Ahmad Khan, Bagrami Distract, Kabul. Jetzt ist 50 Jahre alt und hat 5 Töchter und 2 Söhne. Der ältere Sohn ist jetzt 19 Jahre alt. Ihre finanziellen Probleme lassen es nicht zu, dass er seine Ausbildung fortsetzt. Er hat nur bis zur 5. Klasse die Schule besucht. Der jüngere Sohn ist 6 Jahre, die älteste Tochter 15 Jahre und die jüngste Tochter 8 Jahre alt. Alle Töchter gehen nicht zur Schule. Ihr Mann kann wegen seiner psychischen Probleme nicht mehr arbeiten. Nur ihr Sohn arbeitet und sein Einkommen muss für die ganze Famiie reichen. Obwohl sie im Dorf Qalay Ahmad Khan in einem Haua mietfrei wohnen, reicht der Lohn des Sohnes nicht aus, um alle Familiemitglieder täglich satt zu bekommen. Hafiza braucht dringend Hilfe.

Karimas Story

­Karima ist eine 52-jährige, sehr unschuldige, benachteiligte und ungebildete Frau.
Sie heiratete 15 Jahre zuvor im Alter von 37 Jahren. Leider war sie unfruchtbar und brachte kein Kind zur Welt. Ihr Ehemann war Fahrer.
Nach 3 Jahren adoptierte Karima ein Kind als ihren Sohn.
Aber die ganze Zeit übte ihr Ehemann Gewalt an ihr aus und sie stand unter dem Druck ihres Ehemanns und seiner Familie. Die meiste Zeit schlug er sie, weil sie kein Kind mit ihm zustande brachte.
Ihr Ehemann beschloss, erneut zu heiraten und heiratete eine andere Frau.
Zu dieser Zeit wurde Karima Adoptivsohn 10 Jahre alt. Ihr Ehemann sagte, der Adoptivsohn könne nicht bei ihm und seiner zweiten Frau leben. Sie solle gehen.
Karima hat also ihren Mann zusammen mit ihrem Sohn verlassen und ist zu ihrem Bruder gezogen. Leider verstarb ihr Bruder nach einem Jahr. Seitdem lebt sie immer noch mit ihrer Schwägerin im Haus ihres Bruders. Auch die Familie ihres Bruders ist in einer sehr schlechten wirtschaftlichen Lage und sie können nicht alle Familienmitglieder ernähren. Tatsächlich ist Karima das große Problem für die Schwägerin. Karima ist jetzt in einem sehr schlechten Zustand und weiß nicht ein noch aus. Deswegen bittet sie um Unterstützung. 

Shilas Story

Shilas Story

Frau Shila ist Analphabetin und eine sehr arme Frau. Sie ist 37 Jahre alt, hat vor 14 Jahren geheiratet und hat fünf Kinder, vier Töchter und einen Sohn. Er ist 6 Jahre alt, die älteste Tochter ist 13 Jahre alt. Ihr Ehemann ist chronisch krank, niemand weiß was er hat und er kann nicht arbeiten.

Frau Shila arbeitet als Putzfrau in einer Privatschule in der Nähe ihres Hauses. Ihr monatliches Gehalt beträgt 5000 AFN. Allein für die das Schulgeld ihrer Kinder zahlt sie 2000 AFN. Sie lebt in einem Mietshaus und 3000 AFN beträgt die Hausmiete. Ihre drei Töchter und ihr kleiner Sohn lernen in der Privatschule, in der sie arbeitet. Die Schule hilft ihr, indem sie für zwei Töchter die Gebühren übernimmt, für die beiden anderen Kinder muss sie selbst bezahlen. Da ihr Lohn nicht ausreicht, arbeitet sie auch nach ihrer normalen Arbeitszeit, in den Ferien und am Wochenende zusätzlich in einigen Häusern, wäscht Wäsche, putzt in den Häuser und macht andere Arbeiten - alle Arbeiten, die ihr aufgetragen werden. Aber das versetzt sie immer noch nicht in die Lage, Ihren Kindern genug zu essen und Kleidung zur Verfügung zu stellen. Sie ist wirklich hilflos und benötigt dringend Unterstützung. Bitte helfen Sie ihr.

Khowr Shireens Story

Khowr Shireen ist eine 75-jährige Frau. Sie ist bitterarm, benachteiligt und ungebildet. In sehr jungen Jahren, als sie verheiratet war, verlor sie nach drei Monaten ihren Ehemann und blieb kinderlos. Von da an lebte sie mit ihrem Bruder zusammen und als dieser starb, kümmerten sich ihre Nichten um sie. Eine ihrer Nichten lebt in Kabul und eine weitere in der Provinz Lugar. Deshalb verbingt sie einen Teil ihrer Zeit in der Provinz Lugar und den Rest in Kabul. In den letzten zwei Monaten litt sie am Coronavirus, aber jetzt geht es ihr ein wenig besser. Geistig geht es ihr nicht gut, sie hat ihr Gedächtnis verloren, das heißt, sie erkennt niemanden mehr. 

Mah Jans Story

Mah Jan ist eine 72-jährige Frau, sie lebt in Karti, das jetzt zu Kabul gehört. Ihr Mann ist schon vor 35 Jahren verstorben. Die gemeinsame Tochter heiratete mit 21 Jahren, starb aber leider während der Geburt ihres Kindes. Mah Jan ist seit mehr als 37 Jahren mit vielen Schwierigkeiten und Leiden konfrontiert. Sie fühlt sich immer allein. Bisher lebte sie bei ihrem Bruder, wurde in diesem Jahr aber von Bruder und Nichte aus dem Haus gejagt. Daher lebt sie jetzt im Haus ihrer Schwester. Sie ist am Coronavirus erkrankt, hat ihn aber überstanden. Allerdings leidet sie unter Spätfolgen. Da sie keinerlei Einkommen hat, braucht sie dringend Unterstützung.

Samihas Story

Samihas Story

Samiha ist beispielhaft für eine jener jungen Frauen, die ungebildet und unbedarft in jungem Alter geheiratet hat. Vor 8 Jahren heiratete die heute 31-jährige und hat zwei Töchter, 7 und 5 Jahre alt. Ihren Mann verlor sie an Krebs, als die kleinste Tochter gerade einmal 2 Monate alt war. Durch den Verlust ihres Mannes blieb Samiha nichts anderes übrig, als ins Haus ihrer Eltern zurückzukehren.

Das wirtschaftliche Einkommen der Familie ist sehr gering. Sie arbeiten gegen einen geringen Lohn auf dem Land anderer Leute. Samiha hat finanzielle Probleme und schafft es kaum, den Bedürfnissen ihrer Kinder gerecht zu werden. Samihas ältere Tochter besucht die 1. Schulklasse und so ruht ihre Hoffnung darauf, ihren Töchtern durch Bildung einen besseren Start ins Leben zu ermöglichen. Dass sie zukünftig in der Lage sein werden, sowohl sich selbst als auch ihre Mutter finanziell zu unterstützen. Und genau hierfür wünscht sich Samiha Unterstützung, da sie es aus alleiniger Kraft nicht schafft.

Helfen Sie ihr, ihren Kindern das übliche Schicksal zu ersparen und durch Bildung aus dem Teufelskreis, den die Gesellschaft noch immer für afghanische Frauen vorsieht, auszubrechen. Vielen Dank.

Zharminas Story

Zharminas Story

Zharmina ist 35 und ohne Bildung, vor 10 Jahren hat sie geheiratet. Aus dieser Ehe gingen 3 Kinder hervor. Die ersten Jahre ihrer Ehe lebte die Familie bei Zharminas Schwiegereltern in der Provinz Logar. Allerdings war sie dort mit sehr viel Leid und Gewalt seitens der Schwiegereltern konfrontiert. Nach 8 Jahren entschloss sich ihr Mann nach Kabul zu ziehen. Leider verfolgte sie das Pech, als ihr Mann nur ein Jahr später einer Bombenexplosion zum Opfer fiel. Zharmina hatte keine andere Wahl, als wieder zur Familie ihres Mannes zurückzukehren.

Kaum dort angekommen, schlug Zharminas Schwager ihr vor, ihn zu heiraten, was in Afghanistan nicht unüblich ist. Zharmina lehnte ab, da ihr Schwager bereits 70 Jahre alt ist, selbst eine Frau, Schwiegersohn und Schwiegertochter hat. Zharmina sagt, sie sei zu jung und möchte lieber arbeiten, um ihre Kinder zu versorgen. Leider ist ihr geringer Bildungsabschluss dabei ein Problem, außerdem die Tatsache, dass sie mit gesundheitlichen Problemen wie Rheuma und Migräne zu kämpfen hat. Sie wünscht sich auf diesem Wege Unterstützung für sich und ihre Kinder und möchte sich im Voraus herzlich dafür bedanken. 

 

 

Bibi Zharas Story

Bibi Zharas Story

Bibi Zhara ist 60 Jahre alt, ungebildet und unverheiratet. Vor 40 Jahren war sie mit ihrem Cousin verlobt und wie es so Sitte ist in der afghanischen Kultur, muss der junge Mann dem künftigen Schwiegervater Geld zahlen, damit er die Tochter heiraten kann. Bibi Zharas Vater verlangte vom potentiellen Schwiegersohn dessen komplettes Geld und ein Auto obendrauf. Der Schwiegersohn in spé hatte weder das nötige Geld, noch die finanziellen Mittel, ein Auto zu kaufen. Daher bat er seine Verlobte, zu warten, bis er das Geld zusammen hätte. Allerdings tauchte er nie wieder auf und heiratete stattdessen eine andere junge Frau. Leider kamen mit der Zeit keine neuen Verehrer für Bibi Zhara. Ihr Vater starb und ihr Bruder heiratete, starb allerdings auch nur kurze Zeit später an einem Herzinfarkt. Bibi Zharas Schwägerin verließ daraufhin den Haushalt und heiratete einen anderen Mann. Sohn und Tochter ließ sie bei Bibi Zhara zurück, die Mühe hatte, sich um die Beiden zu kümmern. Vor 7 Jahren heiratete schließlich ihr Neffe. Bibi Zhara wurde auf offener Straße angeschossen und kam daraufhin für 2 Monate ins Krankenhaus. Die Kugel hatte glücklicherweise hauptsächlich ihre Hand erwischt, die kann sie allerdings nicht mehr benutzen. Ihr Neffe, den sie aufgezogen hatte, kümmert sich nicht um sie. Sie erhält keine Medizin, wenn sie krank ist, kann ihre Kleidung nicht selbst waschen oder sich etwas zu essen kochen. Darum bittet sie nun um Ihre Hilfe. 

Herzlichen Dank! Wir danken an dieser Stelle all denen sehr herzlich, die hilfsbedürftige Frauen und deren Kinder unterstützen. Bisher können wir - dank Ihrer Patenschaften - schon 30 Familien unter die Arme greifen.

Najeela (links) schreibt einen Brief, den ihr die hilfsbedürftige Frau diktiert. Er ist für ihre Patin in Deutschland bestimmt.

Mina sagt zur Korruption:

„In unserem Land dreht sich alles nur ums Geld. Es gibt nur ein Ziel: Geld! Bei den ganz großen Korruptionsfällen sind immer wieder Ausländer beteiligt. Sie halten die Fäden in der Hand. Sie haben sich mit den afghanischen Machthabern geeinigt. Anstatt für Afghanistan ordentliche Arbeit zu leisten, geht es meist um Veruntreuung von Geldern und Anliegen, die nicht zum Wohle Afghanistans sind. An der Korruption sind Afghanen und Ausländer beteiligt. Ein Mensch kann vielleicht die Hälfte des Tellers essen, aber wenn sie zu zweit sind, dann essen sie den ganzen Teller."