Nazo

Verkauf in Ghazi Big Kheel ab Januar 2017

Bericht der Projektleiterin

Madina schreibt am 8. April, 2018:
"Zu Beginn des Jahres 2017 begannen 15-ausgebildete Frauen in der Schneiderwerkstatt im Nazo-Haus zu arbeiten.
Mit Hilfe von Herrn Mohammad Aalim, dem Wirtschaftslehrer des Schneiderei Projektes in Nejrab, unterstützt das ALS-Team die Arbeit der Werkstatt-Frauen, oder wie wir in Afghanistan sagen: die Studio-Frauen.
Herr Aalim beschafft Aufträge, wie z.B. das Nähen von Vorhängen für einige Ladenbesitzer aus dem Basar des Bezirks. Aber die Frauen haben auch eigene Kundinnen, Frauen aus den umliegenden Dörfern.

Unsere zweite große Arbeit im Jahr 2017 war die Eröffnung des zweiten ALS-Studios für Frauen, die in fernen Dörfern im Gebiet Nejrab leben und wegen der Transportprobleme nicht ins Haupthaus kommen können. Beide Studios wurden "Negina Tailor"* getauft. Es war ein guter Schritt für das Team, ein zweites Studio (Werkstatt) im Dorf Arbab Kheel zu gründen. Auch diese examinierten Schneiderinnen schätzen die Hilfe unseres Vereins ALS sehr.
In den ersten Monaten hatten beide Studios in Nejrab gut zu tun. Die Frauen waren zufrieden mit ihrem verdienten Geld.

Wie Sie wissen, sind die Menschen, die in den Dörfern Afghanistans leben, meistens sehr arm, und sie können sich nur selten den Lohn eines Schneiders leisten. Leider hat das auch Auswirkungen auf „unsere Schneiderinnen“. Damit ihr Einkommen dennoch zum Leben reicht, entschlossen sich die Studiomitglieder, neben der Schneiderei ein Geschäft zu gründen, wie es Wazima in Kamari erfolgreich getan hat.
In diesem Geschäft verkaufen sie jetzt Kosmetik und Hygiene Produkte, die auf dem Dorf nur unter Schwierigkeiten oder gar nicht zu bekommen sind.
Wir hoffen, dass diese Entscheidung richtig war und das Geschäft erfolgreich sein wird.

Immer wenn die Frauen ihre Arbeit fortsetzen ohne die Ausbildungsbeihilfe, die ALS ihnen während der Ausbildung zahlen kann, verdienen sie gerade so viel, um ihren bescheidenen Lebensunterhalt finanzieren können. Aber sie können noch nicht die Miete des Hauses und die Löhne der Wächter aufbringen. Deswegen bitte wie Sie, weiterhin um diese Unterstützung.

Ich möchte darauf hinweisen, dass die Miete für den Werkstatt-Laden im Dorf Arbab Kheel für Parwana ist. Sie hat ihren Ehemann verloren und muss jetzt ihre 4 Mädchen und 2 kleine Söhne allein ernähren. Sie braucht dieses Geld dringend – nicht zuletzt für die Ausbildung ihrer Kinder.

Vielen Dank für Ihre stetige und hilfreiche Zusammenarbeit. Wir freuen uns auf die Fortsetzung unserer gemeinsamen Arbeit, die uns allen sehr viel hilft,

Madina, Leiterin der Projekte in Kapiza"