Nazo

Die Werkstätten

Rahima begutachtet den Silberschmuck, den die Lehrlinge in der NAZO-Schmuckwerkstatt in Achmad Schah Baba Mena gefertigt wurde.
Sind sie gut genug gearbeitet für den Verkauf?
Die fein und perfekt hergestellten Schmuckstücke werden gewogen, bevor der Preis festgestzt wird.

Wie sind die Werkstätten enstanden?

Damit der erlernte Beruf nach Ende der Ausbildung nicht wieder in der Isolation ausgeübt werden muss, streben es fast alle Frauen an, auch nach Lehrgangsschluss weiterhin zusammen zu kommen, einmal, um gemeinsam zu arbeiten, aber auch um den häuslichen Rahmen durch eigene Kontakte erweitern zu können.

Im Laufe unserer fast 15-jährigen Ausbildungserfahrung in Afghanistan hat sich herausgestellt, dass Analphabetinnen nicht innerhalb von ein oder zwei Jahren eine vollständige Selbständigkeit erlangen, die es ihnen ermöglicht, ihre Produkte eigenständig zu vermarkten. Das Erlernen des Handwerksberufs ist kein Problem – aber die selbständige Vermarktung ihrer Produkte benötigt doch weit aus mehr Zeit. Deshalb hat sich die WERKSTATT entwickelt: Die Frauen können noch länger in dem abgesicherten NAZO-Zentrum arbeiten, das heißt: Sie können weiterhin täglich ihr Haus verlassen, um in der Gruppe zu arbeiten – müssen sich nicht wieder zurückziehen, um in ihrer familiären Umgebung isoliert zu arbeiten. Die Gruppen tauschen im Laufe der Jahre ihr Wissen aus, fördern sich gegenseitig und arbeiten effektiver – kurz: die Werkstatt fördert das Vorankommen der Frauen untereinander, das „Netzwerk“. 


Die Seite wurde aktualisiert: 08.04.2019

Werkstätten in Achmad Schah Baba Mena / Kabul

Schmuckwerkstatt

Lederwerkstatt

Teppichwerkstatt

Werkstätten in den Provinzen Kabul und Kapiza

4 Schneiderwerkstätten

In Kabul, in den Dörfern Kamari, Ghazi Big Kheel und Arbab Kheel sind im Laufe der Jahre 4 Schneiderwerkstätten entstanden. In diesen 4 Studios arbeiten 33 Frauen, die ihre Produkte in den Werkstatt-Läden "Negina Saloon" und dem neu entandenem Geschäft "Women Lumninous Sun" im Zentrum von Kabul verkaufen - und natürlich weiterhin auf nationalen und Internationalen Messen.

Teppichwerkstadt in Ghazi Big Kheel

Auf meine Frage, ob es nicht besser sei halbautomatische Webstühle zu kaufen, erhielt ich am 06. April 2019 von Jawid, dem Geschäftsführer des NAZO-Zentren, folgende Antwort:

Liebe Elke – ... Heute ging ich in eine Teppichweberei, die verschiedene indische Maschinen hat. Ich sah sie mir alle an und hielt Rücksprache mit einigen Teppichwebern. Wir waren uns einig, dass wir das Weben von Hand fortgesetzt sollen. Teppiche, die mit Maschinen gewebt werden haben keine gute Qualität und sind für die Menschen hier nicht akzeptabel. Der Afghanische Teppich ist beliebt und gerade wertvoll wegen seiner Handarbeit. So entschlossen wir uns, im Moment keine Maschinen zum Weben von Teppichen zu kaufen. Mit freundlichen Grüßen, Jawid