Nazo

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Das Afghanische Fernsehen

zeigt einen Bericht über "unsere" Frauen in Nejrab

Der Filmbeitrag zeigt die Arbeit "unserer Frauen" im Hilfe zur Selbsthilfe-Projekt in der Provinz Kapiza. Er lässt die leitenden Frauen zu Wort kommen, die über ihre Arbeit berichten:
1. Die Leiterin der Teppichwerkstatt, Frau Qudsia Ahmadi, sagt: "...Unsere Teppiche werden hier vor Ort geknüpft und sie haben eine sehr gute Qualität. Zwischen unseren handgeknüpften und den maschinell hergestellten Teppichen gibt es riesige Qualitätsunterschiede."
2. Die Lehrerin der Teppichschülerinnen Frau Sama sagt: "Wir wollen unsere Teppiche, die wir in Handarbeit und mit großen Sorgfalt herstellen, besser vermarkten können. Damit könnten wir uns und unseren Familien ernähren und für uns Landfrauen gute Verdienstmöglichkeiten schaffen."
3. Die Leiterin der Schneiderwerkstatt Frau Parwana sagt: "Ich habe 100 bis 120 Frauen als Näherinnen ausgebildet. Sie alle arbeiten heute selbständig und einige von ihnen bilden sogar auch andere Frauen, die im NAZO-Zentrum gelernt haben. Einige von ihnen haben sogar Master Prüfungen bestanden und sind in verschiedene Schulen als Lehrerinnen eingestellt."

Der Kreisverwalter des Distriktes Nejrab sagt (während der Soldat durch das Bild läuft): "Unsere gemeinsame Sorge sind die fehlenden Verkaufsmöglichkeiten für die Frauen. Wir bemühen uns, eine Verkaufsstelle für ihre Handwerks-Produkte zu finden."

Frau Qudsia (1. Frau mit Teppich) sagt: "Unsere afghanische Kultur und unsere Traditionen gründen sich auf das Kunsthandwerk. Die afghanischen Teppiche haben weltweit einen besonders guten Ruf. Mit ihrer Herstellung können wir viele Arbeitsplätze schaffen. Wir Frauen in Afghanistan sind selbstständiger geworden und leisten für das wirtschaftliche Vorankommen Afghanistans einen wichtigen Beitrag. Damit engagieren wir uns maßgeblich an der politischen Stabilität in unserem Land."
Frau Qudsia formuliert abschließend noch eine Forderung: "Wir verlangen, dass die Regierung uns nicht nur lobt, sondern auch unterstützt. Wir brauchen für den Verkauf unserer Produkte eine geeignete Verkaufsstelle in der Öffentlichkeit. Egal wie sehr wir uns als Frauenorganisation bemühen, es ist immer das gleiche: ohne die Fürsprache einflussreicher Männer in der Verwaltung und Regierung können wir nicht erfolgreich sein."


Der Kommentator wiederholt abschließend die Forderung der Frauen nach einer Verkaufsstelle im öffentlichen Raum - sprich im Zentrum der Städte.