Nazo

Werden Sie Pate der Lederwerkstatt

Seit 2016 hat sich viel geändert.
Einige Taschenmacherinnen sind weggezogen, andere haben geheiratet - jedenfalls gibt es verfältige Ereignisse, warum sich die Gründungsgruppe verändert und verkleinert hat.
Momentan arbeiten noch 5 Frauen regelmäßig in der Werkstatt und gleichzeitig bilden sie noch 5 Mädchen in diesem Beruf aus.

Wir versuchen die Handwerkerinnen zu unterstützen, in dem wir einige ihrer Taschen, Rucksäcke etc. in unserem Büro in 53797 Lohmar Durbusch ausstellen – und bei Interesse Ihnen auch verkaufen.

Da nichts darauf hindeutet, dass sich die Sicherheitslage in Afghanistan bessern wird, werden wir auch in Zukunft unsere Schützlinge noch eine Zeit lang finanziell unterstützen müssen. Hierzu ein Zitat aus einem Bericht der Leiterin des Ausbildungszentrums in Kapiza, April 2018:

„... Wie Sie wissen, sind die meisten Menschen, die in Afghanistan leben, sehr arm, und sie können sich nur selten den Lohn eines Schneiders leisten, geschweige denn Dinge kaufen, die sie nicht unmittelbar zum überleben brauchen. Wenn nach erfolgreicher Ausbildung die Ausbildungsbeihilfe, die ALS ihnen während der Ausbildung zahlen kann, wegfällt, verdienen sie gerade so viel, um ihren bescheidenen Lebensunterhalt finanzieren können. Aber sie können noch nicht die Miete für einen Werkstattladen oder die Löhne der Wächter aufbringen. Deswegen bitten wir Sie, die Werkstadtläden weiterhin zu unterstützen.“

Unsere Spendenmittel reichen leider nicht aus, um die 80 Frauen, die mittlerweile in den 7 Werkstätten arbeiten und ihre Produkte in 5 Geschäften verkaufen, ausreichend zu unterstützen.

Es wäre sehr schön, wenn Sie eine Patenschaft für die Lederwerkstatt übernehmen könnten.

Hier geht es zum Spendenformular.


Lederwerkstatt

Die Lederwerkstatt besteht seit 21.03.2015.
Alle Lederdesignerinnen haben im NAZO-Ausbildungszentrum 24 Monate lang das Taschenmachen gelernt. Von den ehemals 25 Schülerinnen schlossen sich 11 Frauen zu zusammen und gründeten in den Räumen des Zentrums eine LEDERWERKSTATT.
Hier können sie noch länger in dem abgesicherten NAZO-Zentrum arbeiten, das heißt: Sie können weiterhin täglich ihr Haus verlassen, um in der Gruppe zu arbeiten – müssen sich nicht wieder zurückziehen, um in ihrer familiären Umgebung isoliert ihr Handwerk auszuüben.
Die Gruppen tauschen im Laufe der Jahre ihr Wissen aus, fördern sich gegenseitig und arbeiten effektiver – kurz: die Werkstatt fördert das Vorankommen der Frauen untereinander, das „Netzwerk“.

Viele der ehemaligen Schülerinnen unterrichten heute in ihren Werkstätten eigene Lehrlinge. In der Lederwerkstatt gibt es momentan 6 Lehrlinge.

Eine weitere positive Auswirkung unserer Berufsausbildung: Die Frauen können als Multiplikatorinnen ihr Wissen, ihren Beruf, an andere Frauen weitergeben und sind langfristig nicht mehr auf männliche Lehrer angewiesen.


Letzte Aktualisierung: 08.04.2019