Afghanistan ist eins der ärmsten Länder weltweit und gehört gleichzeitig zu den Ländern, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind. Das zeigt sich nicht nur in verstärkten Dürreperioden und extremeren Temperaturen, sondern auch in Ereignissen wie kurzfristigen, sehr heftigen Regenfällen, die eine Sturzflut auslösen können. So geschehen im Juli 2026 in der Provinz Nuristan. Einer bergigen Provinz mit sehr tiefen Tälern und zahlreichen Flüssen, geradezu prädestiniert für Sturzfluten, die auf Starkregenereignisse folgen können.

Neben anderen weltweiten (Natur-)Katastrophen ist diese Meldung nahezu untergegangen. Dennoch ließen mindestens 26 Menschen ihr Leben, über 80 Personen wurden verletzt und weitere 100 Personen gelten als vermisst. Etliche Häuser wurden zerstört oder schwer beschädigt. Viele Menschen verloren ihre Lebensgrundlage, blieben ohne Dach, Schutz, Wasser und Lebensmitteln.

Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Infrastruktur wurde beschädigt, Menschen verloren ihre Weiderflächen, Ackerflächen, Vieh und damit ihre Lebensgrundlage.

Diese Flutkatastrophe wird vermutlich nicht die letzte sein, nach der uns Hilferufe aus Afghanistan erreichen. Neben den humanitären Notlagen, die durch die politische und wirtschaftliche Situation des Landes entstehen, werden zunehmend auch die Folgen des menschengemachten Klimawandels die Menschen dort treffen – Menschen, die zu den Leidtragenden dieser globalen Krise gehören, obwohl sie selbst nur einen verschwindend geringen Anteil zu ihrer Entstehung beigetragen haben.

Mehr interessante Neuigkeiten