Nach dem schweren Erdbeben in Ostafghanistan mit über 2.000 Todesopfern, läuft unser Spendenaufruf erfolgreich an und der Vorstand unserer Schwesterorganisation ALS hat sich mit den ersten Spendengeldern auf den Weg in die Katastrophenregion gemacht.

Der 4-stündigen Autofahrt folgten 4 h Fußmarsch, da die Region Kunar durch die zerstörte Infrastruktur aktuell von der Außenwelt abgeschnitten ist. In den betroffenen Regionen sind ca. 6.000 Häuser unbewohnbar geworden und die Menschen harren in provisorischen Zelten aus, ohne ausreichenden Schutz vor weiterhin starken Regenfällen, der herannahende Winter rückt bedrohlich näher.

Größere Hilfsorganisationen, die logistisch besser aufgestellt sind, kümmern sich um die Erstversorgung mit Wasser, Nahrungsmitteln und technischer Hilfe, um bei der Bergung der Opfer zu unterstützen. Unsere finanzielle Hilfe wird sich in erster Linie auf die Familien im stark betroffenen Distrikt Nurgal konzentrieren, die Angehörige verloren haben und auf diese Weise ihre Schmerzen und ihr Leid ein wenig lindern. Über 300 Kinder sind durch das Erdbeben zu Waisen geworden. Die Eltern der beiden Mädchen in dem folgenden Video sind schwer verletzt und kämpfen um ihr Leben. Der Bruder der Mädchen hat es leider schon verloren.

An ein Wunder grenzt das Überleben dieses kleinen Jungen. Seine Mutter und zwei Schwestern starben unter den Trümmern, während er von Mitternacht bis 7 Uhr am nächsten Morgen nahezu unverletzt, unter Schutt begraben, lebend geborgen werden konnte. Lediglich kleine Kratzer im Gesicht hat er davongetragen, die inneren Wunden bleiben unsichtbar.

Wir danken allen Spender:innen, dass sie es ermöglichen, das Leid der Betroffenen zu mildern. Weitere Fahrten in die Krisenregion werden folgen, das gespendete Geld erreicht 1:1 die Menschen vor Ort.

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