Patenschaft für:

Wahida

Heimatort

Baghlan

Alter

unbekannt

Familienmitglieder

4

Zeitlich befristet?

befristet

Wahida und ihre Familie haben ihr Leben lang gearbeitet und für ein besseres Leben gekämpft. Sie konnte als einzige ihrer Familie bis zur 12. Klasse die staatliche Schule besuchen, aber aufgrund der angespannten finanziellen Lage der Familie keine weitere Ausbildung finanzieren. Ihre 2 Brüder und 3 Schwestern sind Analphabeten, da kein Geld für ihre Schuldbildung verfügbar war.

Ihr Vater war ein einfacher, hart arbeitender Mann, der als Tagelöhner das Haupteinkommen der Familie erarbeitet. Im Alter von 40 Jahren erkrankte er schwer. Da Geld für die Behandlung fehlte, verstarb er und hinterließ einen Berg Schulden, den die Familie nur durch den Verkauf ihres Hauses zurückzahlen konnte.

Wahidas Mutter arbeitete als Angestellte an einer staatlichen Mädchenschule, wurde aber nach dem Regimewechsel entlassen und auch ihre Pension wurde gestrichen. Nebenbei verdiente sie mit Putzjobs weiteres dringend benötigtes Geld. Doch auch dies ist ihr nun nicht mehr möglich, da sie von Rheuma und Asthma geplagt ist.

Wahida selbst war als ältestes Kind gezwungen, in verschiedenen Büros als Dienstleisterin zu arbeiten, um ihre Familie mit einem zusätzlichen sehr geringen Einkommen zu unterstützen. Bis vor etwa einem Jahr arbeitete sie sogar als Lehrerin an einer Privatschule, die mittlerweile leider durch die Taliban geschlossen wurde.

Aufgrund schwerwiegender familiärer Probleme sind Wahidas Brüder in den Iran gegangen, in der Hoffnung die Passage nach Europa zu schaffen. Seit mittlerweile vier Jahren gibt es keinerlei Informationen über das Schicksal des einen Bruders. Der zweite Bruder befindet sich noch immer im Iran, ist aber tragischerweise der Drogensucht verfallen.

Die gesamte Verantwortung für den Unterhalt der Mutter und der 3 Schwestern ruht allein auf Wahidas Schultern. Während die vier Frauen in Baghlan weiterhin zur Miete wohnen, wartet Wahida in einem Kabuler Wohnheim heraus auf Gelegenheitsjobs, um Geld für ihre Familie zu verdienen. Manchmal wäscht sie Kleidung oder verrichtet schwere Arbeiten in Privathaushalten, manchmal hat sie nicht einmal genug Geld, um Brot zu kaufen.

Wahida schließt ihre Geschichte mit diesen Sätzen:

Meine Tage und Nächte vergehen in extremer Not, und die schwere Last der Verantwortung hat mich zutiefst erschöpft. Trotz all dieser Herausforderungen habe ich immer noch die Hoffnung, dass sich mit der Unterstützung freundlicher und mitfühlender Menschen eine Tür der Erleichterung für uns öffnen wird und ich meine Familie wieder mit Würde und Stabilität versorgen kann.

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